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League of Legends

Free to play? Pay to win? Dota abklatsche?

Kein anderes Spiel in den letzten Jahren hat so viele Spieler auf der Welt begeistert wie League of Legends. Mittlerweile gibt es über 32 Millionen Accounts weltweit. Aber warum ist League of Legends so erfolgreich geworden und wie hat Riot Games eine so große Fanbase aufgebaut?

Der Einstieg

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Das Artwork sieht nich nur gut aus, sondern wird auch musikalisch unterlegt.

Einer der zahlreichen Erfolgsgründe ist wohl der Einstieg in das Spiel selbst. Ich gehe auf die League of Legends Webseite und erstelle geschwind einen Account. Danach werde ich aufgefordert das Spiel herunterzuladen. Gesagt, getan. Das Spiel selber ist nicht groß und kann zügig runtergeladen werden. Nach gut 10 Minuten starte ich nun also das Spiel. Ich habe keine Ahnung was mich erwartet. Dota und Dota 2 habe ich niemals gespielt. Ich lande als erstes in einem Login Bildschirm. Anscheinend wird dort ein Champion dargestellt. Das besondere an dem Login Bildschirm ist, dass der Champion nicht nur visuell sondern auch auditiv dargestellt wird. Eine kurze Recherche im Internet hat ergeben, dass zu jedem neuen Champion eine zu ihm passende Musik komponiert wird. Aber nun genug zum Login Bildschirm. Ich logge mich nun also ein. Direkt werde ich aufgefordert einen Nicknamen sowie ein Anzeigebild zu wählen, kennt man ja aus anderen Spielen. Anschließend soll ich noch meine Erfahrung mit anderen MOBA Spielen schildern. Man hat hier die Auswahl zwischen mehreren „Erfahrungsgraden“. Vom blutigen Anfänger bis hin zum Profi. Ob diese Auswahl sich später auf meine Mitspieler auswirkt ist noch unklar. Am Ende der Registrierung werde ich noch gefragt, ob ich  ein Tutorial Spiel spielen will. Da ich keinerlei Erfahrung habe, nehme ich  guten Gewissens an. Das Tutorial erklärt den Shop sowie die meisten Spielmechaniken sehr verständlich und einfach. Nach gut 45 Minuten bin ich durch. Ich weiß nun grob was die Ziele in diesem Spiel sind. Man soll den gegnerischen Nexus zerstören. Kling einfach. Jedoch versperren einem Türme den Weg, die es zuerst zu beseitigen gilt. Außerdem gibt es noch die gegnerischen Spieler, die sicherlich auch was dagegen haben, wenn wir ihre schöne Basis zerstören. Die ersten Spiele verliefen mäßig. Ich wusste nicht wirklich welchen Champion ich nun spielen soll und was ich überhaupt für Gegenstände kaufen soll. Aber auch hier half mir das Internet ganz gut, denn es gibt unzählige Leitfäden für so gut wie jeden Champion. Nach einem Monat war ich dann Level 30, das Maximum. Ich wusste, dass das Spiel erst jetzt beginnen würde. Mit Level 30 hat man sämtliche „Beschwörerfähigkeiten“, „Meisterschaften“ und „Runenplätze“ freigeschaltet, zu denen ich später noch kommen werde. Auch kann man mit Level 30 endlich Ranglistenspiele spielen bei denen man in der Bestenliste aufsteigen kann. Aber auch dazu später mehr. Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen und ich spiele das Spiel genauso gerne wie am ersten Tag. Der Einstieg in League of Legends fiel mir übrigens viel einfacher als der in Dota 2, welches ich neulich aus Neugier angespielt habe.

Das Gameplay

In League of Legends gibt es momentan 113 verschiedene Champions, die sich alle unterschiedlich spielen. Jeder Champion hat seine eigenen Besonderheiten, wie sein Skillset oder seine Emotes. Der Champion Twisted Fate beispielsweise tanzt den allerseits bekannten Gangnam Style. Riot Games arbeitet zu jeder Stunde an der Verbesserung und Erweiterung des Spiels. Neue Champions werden meistens im drei bis sechs Wochentakt herausgegeben. Abgesehen von den Champions gibt es noch eine riesige Palette an Gegenständen, die man sich je nach Champion kaufen kann. Es gibt momentan drei große Spielkarten: eine für drei gegen drei und zwei für fünf gegen fünf.

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Zwei Lanes und ein Wald. Perfekt für kurze Spiele

Die 3vs3 Karte hat zwei Wege (Lanes) und einen kleinen Wald (Jungle). Außerdem gibt es jeweils auf beiden Spielerseiten einen Verstärkungszauber, der einem erhöhten Schaden sowie Gold gewährt. Zu den beiden „Buffs“ kommt noch ein großer Spinnenboss hinzu, der, wer hätte es anders gedacht, einem einen Verstärkungszauber gewährt. Die Kämpfe hier sind meistens nicht so kompliziert und genau deswegen ist die Karte perfekt für Anfänger geeignet. Auch hier gewinnt der, der die gegnerische Basis zerstört. Ein Spiel dauert auf dieser Karte durchschnittlich 15 Minuten.

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Die ideale Karte um Abwechslung von den anderen Spielmodi zu bekommen.

Die erste der zwei 5vs5 Karten trägt den Namen Kristallnarbe und sieht aus wie ein riesiger Kreis, der mehrere kleinere Kreise beinhaltet. Im äußersten Ring gibt es mehrere Kontrollpunkte, deren Einnahme und Verteidigung das zentrale Element im Dominion Spielmodus ist. Beide Seiten starten jeweils mit 500 „Lebenspunkten“, die je nach Anzahl der eroberten Kontrollpunkte stetig abnimmt. Das Team, welches am Ende keine Lebenspunkte mehr hat, verliert. In den inneren Ringen befindet sich der Wald und ein Verstärkungszauber, welcher einem ein Schild sowie zusätzlichen Schaden gewährt. Ein Spiel auf dieser Karte dauert durchschnittlich 15 Minuten und ist ideal um neue Champions kennenzulernen.

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Die Jungle Seiten werden am Fluss gespiegelt.

„Summoners Rift“ ist die letzte der drei Karten. Sie ist die eigendliche Hauptkarte in League of Legends und nach ihr richtet sich die Championbalance. Die Karte besitzt drei Lanes, einen Jungle und wird zusätzlich durch einen Fluss in zwei Seiten geteilt. Auch hier gibt es wieder eine Vielzahl an Verstärkungszauber und Waldmonster. Der blaue Verstärkungszauber gewährt einem schnellere Manaregeneration sowie Zauber Abklingzeitverringerung. Der rote Verstärkungszauber hingegen erlaubt einem den Gegner mit jeder normalen Attacke zu verlangsamen sowie dem verlangsamten Opfer einen Dot zu verpassen. Abgesehen von diesen zwei Verstärkungszaubern gibt es noch den Baron Nashor Verstärkungszauber. Diesen bekommt das ganze Team, wenn man den gleichnamigen Wurmboss im Fluss tötet. Der Verstärkungszauber gewährt einem einen großen Bonus auf seine Attribute wie Zaubermacht oder Angriffsmacht und ein wenig extra Gold. Jedoch ist Baron nicht der einzige Boss der im Fluss haust. Ein kleiner Drache wohnt nämlich auf der gegenüberliegenden Seite von Nashor und gibt bei erfolgreicher Drachenjagd einen kleinen Goldbonus für das ganze Team. Hier gewinnt, wie schon in der 3vs3 Karte, das Team, welches es schafft den gegnerischen Nexus als Erstes zu zerstören. Ein Spiel auf dieser Karte kann sich bis zu einer Stunde und länger ziehen, der Regelfall jedoch liegt bei 45 Minuten.

Eine weitere Besonderheit an League of Legends sind die verschiedenen Möglichkeiten einer Teamaufstellung. Es gibt 113 Champions die alle miteinander und Gegeneinander gut kombinierbar sind. Nur eine perfekte Teamzusammenstellung, spielerisches Können und die nötige Motivation können einem den Sieg bringen. Das Spiel verbirgt einen kleinen Suchtfaktor, denn der Spieler will immer besser werden und immer weiter in der Bestenliste aufsteigen. Dafür hat sich Riot in Season 3 ein neues System ausgedacht. Die Spieler steigen, ähnlich wie in Starcraft 2, in Divisionen auf. Jede Division hat fünf Niveau Bereiche. Um in einen besseren Bereich aufzusteigen muss man sogenannte League Points (LP) sammeln. Diese bekommt man gutgeschrieben, wenn man ein Spiel gewinnen sollte. Verliert man jedoch werden einem die Punkte abgezogen. Dadurch kann das Matchmaking System den Spieler besser beurteilen und ihm somit gleich gute Spieler als Gegner und Teammitglieder zur Verfügung stellen.

lol

Das Spiel zu spielen ist nicht schwer, es zu meistern jedoch sehr.

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