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PayDay 2

Vier Jungs zeigen uns, dass sich Banküberfälle lohnen.

Mittags erfolgreich eine Bank überfallen, am Abend dann einen örtlichen Nachtclub. So ungefähr sieht das Leben der vier Verbrecher Dallas, Hoxton, Wolf und Chains aus. Dabei läuft alles über das CrimeNet, eine Art Social-Network für Verbrechen. Sobald ein neuer Job für die vier Jungs auf der Karte von Washington D.C aufblinkt, schwärmen sie los.

The Heist 2.0

Während es im Vorgänger noch hieß: „Meh, das kenne ich schon“, heißt es nun im Nachfolger :“Verdammt, warum ist die Tür auf einmal zu?“. Damit sind die neuen dynamischen Missionen gemeint. Jede kriminelle Machenschaft spielt sich anders. Mal ist eine Tür verschlossen die beim letzten Durchgang noch offen war, ein anderes mal sind die Überwachungskameras  oder gar der ganze Geldtresor an einer anderen Position. Diese kleinen Veränderungen der Spielkarte geben dem Spiel eine besondere Reiz.

Neben den normalen eintägigen Überfällen, gibt es noch Missionen die über mehrere Tage hinweg andauern. Ähnlich wie in Left4Dead spielen wir dabei mehrere Storyabschnitte über mehrere Tage hinweg. So möchte beispielsweise ein Senator, dass wir ihm mehrere Gemälde aus einem Museum klauen. Gesagt, getan, doch bei der Übergabe konnte der Senator es einfach nicht lassen und hat uns an die Polizei verpfiffen. Wir konnten gerade so aus dem Hinterhalt entkommen. Der Racheakt für diese Aktion lässt natürlich nicht lange auf sich warten. Wir schleichen uns am nächsten Abend in sein luxuriöses Haus und versuchen dort schmutzige Informationen über sein Privatleben herauszufinden. Diese leitet unser Kontaktmann anschließend direkt an die Presse weiter – Ruf und Karriere des Senators sind somit zerstört.

Im Grunde verlaufen viele Missionen nach dem selben Muster. Entweder wir haben die passende Ausrüstung dabei um einen Überfall komplett lautlos zu vollführen oder aber wir lösen den Alarm aus und die Polizei kommt wie ein unermüdliches Herr auf uns angestürmt. Während wir die Masse an Polizeikräften zu dezimieren versuchen, müssen wir gleichzeitig warten bis eines unserer Missionsziele erreicht ist. Dieses variiert von Mission zu Mission. Mal warten wir auf den Bohrer, der das Schloß eines Banktresors zerstören soll, ein anderes Mal müssen wir darauf warten, dass bestimmte Daten an unseren Kontaktmann gesendet worden sind. Sobald das Ziel abgeschlossen ist, müssen wir meisten unsere Beute in Taschen verpacken und diese anschließend zu unserem Fluchtwagen bringen. Was sich salopp einfach anhört, beweist sich in der Praxis als knochenschwere Aufgabe. Ständig hat man das Gefühl zu scheitern, so dass jeder Überfall unglaublich spannend ist. Ständig schaut man auf seine Munitionsanzeige und hofft noch genügend Munition für den kommenden Polizei-Ansturm zu haben. Ständig können unberechenbare Überraschungen passieren, wie beispielsweise die Verhaftung unseres Fluchtwagenfahrers. Neben den normalen Schwierigkeitsgrad gibt es noch zahlreiche Andere. Je Schwieriger ein Auftrag, umso mehr Geld gibt es am Ende. Sollten wir also einen Auftrag erfolgreich ausgeführt haben, so teilen wir die Beute brüderlich auf und jeder bekommt ein Stück vom Kuchen.

Zahltag! Was mach ich bloß mit dem ganzen Geld?

Wer hätte es gedacht: Geld spielt in PayDay 2 ein zentrales Element. Mit Geld können wir uns beispielsweise überlebenswichtige Waffen kaufen, welche wir anschließend mit Modifikationen bestücken können. Diese schalten wir wiederum bei einem Glücksspiel nach jeder erfolgreichen Mission frei. Neben den Modifikationen gibt es auch neue Masken, Motive, Materialien und Geld zu gewinnen. Sollten wir mit unserer Waffenwahl zufrieden sein, so können wir unser Geld auch anderweitig investieren. Beispielsweise in einen der vier Talentbäume.

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In ganzen vier Talenbäumen können wir uns austoben

Die Charakterentwicklung im RPG-Stil verleit dem Spiel einen besonderen Touch. Nach jedem Levelaufstieg bekommen wir Talentpunkte. Diese lassen sich zusammen mit dem nötigen Kleingeld in die verschiedenen Talentbäume investieren. Talente lassen sich sogar doppelt skillen und man ist an keinen bestimmten Baum gebunden. Damit bleibt einem immer die Frage offen: Investiere ich meine Talentpunkte in neue Talente oder upgrade ich meine jetzigen. Jeder Talentbaum gewährt ein anderes Perk. So kann der Vollstrecker beispielweise ein Munitionpack für das Team platzieren, während der Techniker eine mobile Sentry-Gun aufstellen kann, die auf die anstürmenden Gegner feuert. Falls ihr ein festes Team aus Leuten habt, lohnt es sich auf eine sinnvolle Verteilung der Klassen zu achten. Ein Mastermind, der die Geiseln einschüchtern kann, ist genauso wichtig wie ein lautloser Geist.

Los, los, los

Sobald der pochende Elektrosoundtrack lauter wird und uns Kugeln um die Ohren fliegen, merken wir erst, wie klasse sich das Spiel spielt. Ständig werden wir angetrieben uns zu bewegen und uns zu verteidigen. Dabei hat sich das Entwicklerstudio Overkill etwas ganz besonderes beim anvisieren von Gegnern ausgedacht: Umso weiter ein Gegner wegsteht, umso verschwommener ist dieser. Umso mehr müssen wir uns konzentrieren diesen zu treffen. Gar nicht so einfach, wenn man von mehreren Seiten beschossen wird. Sollten wir dennoch getroffen werden, haben wir eine Kevlarweste an, welche die Kugeln absorbiert. Zu viele Treffer führen dazu, dass sich die Kevlar abnutzt und wir Schaden nehmen. In diesem Fall, müssen wir kurz in Deckung gehen und warten bis sich diese regeneriert hat. Anfänger, die eine Karte das erste Mal spielen, können durch die Größe und durch die verschiedenen Ziele sowie Symbole schnell überfordert sein und dadurch schell von Polizeikräften umzingelt werden. Dies legt sich aber, sobald man erstmal einen Einklang mit dem Spiel gefunden hat.

Leider sollte der Offline-Modus sowie die künstliche Intelligenz so gut es geht gemieden werden. Wie der Entwickler mir versichert hat, wurde das Spiel hauptsächlich für den Spielspaß mit Freunden entwickelt. Dies merkt man tatsächlichen an der Intelligenz der computergesteuerten Bots. Diese sind zwar noch für das Wiederbeleben sowie für Schießereien zu gebrauchen, wenn es jedoch um Ziele geht, versagen diese. So können sie weder Geldsäcke mitnehmen, noch den Bohrer reparieren. Dadurch werden einige Missionen unschaffbar oder total frustrierend und schwer. Mit Freunden hingegen ist es eines der spannendsten Koop-Spiele seit Langem. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man aus einer ausweglosen Situation mit seiner Beute trotzdem fliehen kann.

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Nur mit Teamwork schafft man es aus brenzligen Situationen zu entkommen

Fazit

PayDay 2 ist eine deutliche Verbesserung zu seinem Vorgänger. Es bietet nicht nur eine Langzeitmotivation, sondern auch einen andauernden Spielspaß. Ich persönlich liebe es, wenn ein Spiel einem mehrere Möglichkeiten des Vorgehens bietet. So kann man die Tür aufschießen und direkt Alarm auslösen oder über den Hinterhof in die Bank eindringen und lautlos den Safe plündern. Auch ist jedes Talent im Talentbaum sinnvoll zu gebrauchen. Es gibt keines wo man sich denken würde, dass man es nicht gebrauchen kann. Die unvorhersehbaren Ereignisse liefern jeder Mission eine besondere Tiefe. Man fühlt sich fast wie in einem Hollywood-Film. Für den Preis von nur 30€ bietet das Spiel allerhand Multiplayer-Spielspaß. Ein Kauf der sich für Freunde besonders lohnt. Einzelgänger werden an PayDay 2 keine große Freude haben – zu dämlich stellt sich die KI hierfür an.

 

Vier Jungs zeigen uns, dass sich Banküberfälle lohnen. Mittags erfolgreich eine Bank überfallen, am Abend dann einen örtlichen Nachtclub. So ungefähr sieht das Leben der vier Verbrecher Dallas, Hoxton, Wolf und Chains aus. Dabei läuft alles über das CrimeNet, eine Art Social-Network für Verbrechen. Sobald ein neuer Job für die vier Jungs auf der Karte von Washington D.C aufblinkt, schwärmen sie los. The Heist 2.0 Während es im Vorgänger noch hieß: "Meh, das kenne ich schon", heißt es nun im Nachfolger :"Verdammt, warum ist die Tür auf einmal zu?". Damit sind die neuen dynamischen Missionen gemeint. Jede kriminelle Machenschaft spielt sich anders. Mal ist eine Tür verschlossen die beim letzten Durchgang noch offen war, ein anderes mal sind die Überwachungskameras  oder gar der ganze Geldtresor an einer anderen Position. Diese kleinen Veränderungen der Spielkarte geben dem Spiel eine besondere Reiz. Neben den normalen eintägigen Überfällen, gibt es noch Missionen die über mehrere Tage hinweg andauern. Ähnlich wie in Left4Dead spielen wir dabei mehrere Storyabschnitte über mehrere Tage hinweg. So möchte beispielsweise ein Senator, dass wir ihm mehrere Gemälde aus einem Museum klauen. Gesagt, getan, doch bei der Übergabe konnte der Senator es einfach nicht lassen und hat uns an die Polizei verpfiffen. Wir konnten gerade so aus dem Hinterhalt entkommen. Der Racheakt für diese Aktion lässt natürlich nicht lange auf sich warten. Wir schleichen uns am nächsten Abend in sein luxuriöses Haus und versuchen dort schmutzige Informationen über sein Privatleben herauszufinden. Diese leitet unser Kontaktmann anschließend direkt an die Presse weiter - Ruf und Karriere des Senators sind somit zerstört. Im Grunde verlaufen viele Missionen nach dem selben Muster. Entweder wir haben die passende Ausrüstung dabei um einen Überfall komplett lautlos zu vollführen oder aber wir lösen den Alarm aus und die Polizei kommt wie ein unermüdliches Herr auf uns angestürmt. Während wir die Masse an Polizeikräften zu dezimieren versuchen, müssen wir gleichzeitig warten bis eines unserer Missionsziele erreicht ist. Dieses variiert von Mission zu Mission. Mal warten wir auf den Bohrer, der das Schloß eines Banktresors zerstören soll, ein anderes Mal müssen wir darauf warten, dass bestimmte Daten an unseren Kontaktmann gesendet worden sind. Sobald das Ziel abgeschlossen ist, müssen wir meisten unsere Beute in Taschen verpacken und diese anschließend zu unserem Fluchtwagen bringen. Was sich salopp einfach anhört, beweist sich in der Praxis als knochenschwere Aufgabe. Ständig hat man das Gefühl zu scheitern, so dass jeder Überfall unglaublich spannend ist. Ständig schaut man auf seine Munitionsanzeige und hofft noch genügend Munition für den kommenden Polizei-Ansturm zu haben. Ständig können unberechenbare Überraschungen passieren, wie beispielsweise die Verhaftung unseres Fluchtwagenfahrers. Neben den normalen Schwierigkeitsgrad gibt es noch zahlreiche Andere. Je Schwieriger ein Auftrag, umso mehr Geld gibt es am Ende. Sollten wir also einen Auftrag erfolgreich ausgeführt haben, so teilen wir die Beute brüderlich auf und jeder bekommt ein Stück vom Kuchen.
Zahltag! Was mach ich bloß mit dem ganzen Geld? Wer hätte es gedacht: Geld spielt in PayDay 2 ein zentrales Element. Mit Geld können…
Grafik - 7.5
Gameplay - 8.5
Sound - 8.5

8.2

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